Die Frage, die dein Leben verändern kann…

Aufräumen – das kann ja jeder! Das könnte man meinen, aber auch Aufräumen will gelernt sein. Jedenfalls so, wie Marie Kondo es praktiziert. Ich stolperte das erste Mal vor etwa 6 Monaten über diese Methode und hörte danach immer wieder davon, vor allem in London, wo gefühlt alle darüber sprechen. Und da ich seit meiner Weltreise Minimalist bin, fand ich das Thema total spannend und las schließlich ihr Buch „Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“.

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„Does it spark joy?“

Die Methode ist ganz anders als herkömmliche Aufräummethoden. Zum Beispiel fragt man sich sonst beim Aufräumen immer: „Brauch ich das noch?“ oder „Ist das noch nützlich?“. Bei KonMari wird nicht der Verstand angesprochen, sondern das Unterbewusstsein. Und da bekommen wir eine viel klarere Antwort.

Wie macht man das? Mit einer einzigen Frage:

„Does it spark joy?“ (Erfüllt es mich mit Freude?)

Unser Unterbewusstsein gibt uns darauf sehr schnell eine eindeutige Antwort, wir spüren sofort, ob wir uns darüber freuen, das Ding in unserer Hand zu sehen oder ob es negative Gefühle in uns auslöst.

Alles auf einmal vs. Stück für Stück

Auch ganz wichtig: man sollte den ganzen Hausstand auf einmal aufräumen. Aha! Sonst habe ich immer mal hier ein bisschen und da ein bisschen gemacht. Aber KonMari sagt, nur dann, wenn man alles auf einmal aufräumt, löst man einen Bewusstseinswandel aus, der dann auch in der Zukunft anhält. Interessant!

Kleider, Bücher, Papiere, Kleinkram, Erinnerungsstücke.

Kleidung

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Aber natürlich gibt es immer noch Dinge, die schwieriger loszulassen sind als andere. Deswegen empfiehlt Marie Kondo, mit den Kleidern anzufangen, ihrer Meinung nach der leichteste Bereich. Sie geht außerdem nicht nach Zimmern vor, sondern nach Kategorien. Der Vorteil besteht darin, dass man sich dann wirklich alle Dinge einer Kategorie auf einmal anschaut und nicht aus Versehen auf dem Speicher nochmal 10 T-Shirts und 5 Pullis hat, die in die ganze Sache nicht einbezogen werden. Man hat also alles auf einen Blick. Man sieht so auch erstmals, wie viel Zeug man eigentlich hat.

Los geht es also! Man nimmt alle Kleider und legt sie in die Mitte des Raumes. Ja, auch die Kleider, die im Keller sind und die Jacken, die in der Garderobe hängen. Alle Kleider!

Und dann nimmt man jedes Teil einzeln in die Hand und stellt sich die Frage: „Erfüllt es mich mit Freude?“. Ist die Antwort ja, kommt es auf einen neuen Stapel, ist die Antwort nein, in eine Kiste zum Aussortieren. So geht man durch all seine Kleidung durch. Die Methode braucht etwas Eingewöhnung, „nur nicht aufgeben“ heißt die Devise.

Bücher

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Wenn man Bücher nicht loslässt, verhindert das, dass neues Wissen und neue Impulse in unser Leben kommen. Deswegen sollte man laut Marie Kondo nur die Bücher behalten, die für das aktuelle Leben relevant und wichtig sind. Hand aufs Herz, wieviele deiner Bücher hast du ein zweites Mal gelesen? Genau! Die aussortierten Bücher kann man dann gut an Büchereien spenden oder auf dem Flohmarkt verkaufen. Und ganz ehrlich, wenn man doch nochmal eines der Bücher benötigen sollte, kann man es sich selbst ausleihen oder für wenige Euros kaufen. Das ist es allemal wert, wenn man dafür mit weniger Ballast durchs Leben gehen kann.

So geht man durch seinen gesamten Besitz, immer schön geordnet nach Kategorien, alles muss raus aus den Schränken und einzeln in die Hand genommen werden. Mit der Zeit geht es auch immer schneller und fällt leichter, die Entscheidung zu treffen, was mit der Sache passieren soll.

Erinnerungsstücke

Und damit wären wir bei der schwierigsten Kategorie, den Erinnerungen (Fotos, Postkarten, Briefe, Geschenke etc.). Daran haften viele sentimentale Gedanken an die Vergangenheit, Erlebnisse mit Familie und Freunden, wir schweifen zurück und erleben Momente noch einmal. Wir freuen uns oder sind wieder traurig. Wenn du es bis hierhin geschafft hast, dann sollte dir das Aussortieren aber trotz allem auch in diesem Bereich viel leichter fallen, denn du hast ja jetzt schon Übung! Also nur Mut, du hast es gleich geschafft!

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KonMari Falttechnik

Was ich auch super spannend finde, ist, wie sie im Anschluss an das Aussortieren die Kleidung faltet. Jedes Teil soll im Schrank gesehen werden, ohne andere Kleidung verräumen zu müssen. Dafür faltet sie alles (und wenn ich alles sage, dann meine ich alles!) so, dass es selbst stehen kann. So passt mehr in die Schubfächer, es sieht toll und ordentlich aus und man hat einen viel besseren Überblick.

Wenn du noch nicht genau verstehst, was ich meine, schau dir diese Videos an, dort sieht man, wie Mari Kondodie die Kleidung faltet und in zwei Häusern aussortiert. Sehr spannend!

Kümmer‘ dich um deinen eigenen Kram!

Auch ganz wichtig, wenn man mit anderen Personen in einem Haushalt zusammenwohnt. Jeder kümmert sich um seinen eigenen Kram! Ich weiß, es kann sehr frustrierend sein, wenn man selbst alles gerne ordentlich hat und der andere mehr der kreative Chaot ist. Aber da Besitztümer etwas sehr persönliches sind, muss jeder selbst zu dem Punkt kommen, dass er etwas aussortieren möchte und damit sein Leben erleichtern will, oder eben auch nicht.

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Wer steckt dahinter?

Marie Kondo ist eine kleine, zierliche und immer lächelnde Japanerin Anfang 30. Sie hat schon immer gerne aufgeräumt und aussortiert und kam durch viel Herumprobieren schließlich auf ihre Methode, die sie nach ihrem Spitznamen „KonMari“ benannte.

Sie hat inzwischen 3 Bücher geschrieben, die sich weltweit über 7 Millionen Mal verkauft haben.

Mich hat das Buch und die Methode gerade deswegen fasziniert, weil sie so anders als den meisten herkömmlichen Methoden ist. Wer hat die KonMari-Methode schon ausprobiert? Was sind deine Erfahrungen damit?

Hast du Fragen? Dann rein damit in die Kommentare!

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