Singapur: warum du diese Stadt lieben wirst

Die meisten Leute hatten mir Singapur als sehr teure Stadt beschrieben und so hatte ich auch dementsprechende Erwartungen, als ich dort ankam. Für mich sah die Realität dann aber etwas anders aus, in diesem Artikel erzähle ich dir, wie ich in Singapur gespart und in den sechs Tagen trotzdem viel erlebt habe.

Generell

Singapur ist die sauberste und organisierteste Stadt, die ich auf meiner Asienrundreise gesehen habe. Alles sprechen gutes Englisch, es steht auch über alles auf Englisch dran, es ist also total easy, von A nach B zu kommen.

Transport

Ich war immer mit der U-Bahn oder dem Zug unterwegs, das ist schnell, unkompliziert und günstig. Ich habe mir eine Standard-Karte gekauft, bei der man ein Pfand zahlt, das bei der 3. Fahrt angerechnet wird und bei der 6. Fahrt bekommt man nochmal einen Bonus angerechnet. Hat super funktioniert.

Wohnen

Hotels sind natürlich sehr teuer in Singapur, ich habe zwei Tage lang Couchsurfing gemacht und hatte richtiges Glück: die Wohnung lag im 25. Stock eines Hochhauses direkt am Singapore River und aus dem Fenster konnte ich das Marina Bay Sands sehen. Einfach traumhaft! Danach habe ich im Hostel „Prince of Wales“ gewohnt, das liegt am Boat Quay auch direkt am Singpore River, sogar noch zentraler als die Wohnung. Das Hostel war ganz ok, Gott sei Dank war das 24-Mann-Zimmer nicht voll. Das Frühstücksbuffet wurde jeden Morgen direkt am Wasser serviert, das war schon toll!

Essen

Damit wären wir auch schon beim Essen. Ich war kein einziges Mal in einem der teuren Restaurants, sondern ich habe fast immer bei den Street Food Ständen (werden Hawker Stalls genannt) gegessen. Mein Favorit:  Makansutra Gluttons Bay, das liegt direkt neben dem Esplanade (welches aussieht wie eine große Dorian-Frucht). Man sieht von dort aus auch auf das gegenüberliegende Marina Bay Sands. Die Auswahl ist riesig, es gibt malaiisches, chinesisches, indisches oder westliches Essen. Und es ist günstig dort. Ich habe für mein Abendessen meist um die 4-6€ gezahlt.

Sightseeing

Ich bin während der 6 Tage sehr viel gelaufen. Am Singapore River entlang, an den vielen Kolonialbauten vorbei, hab mir die St. Andrews Kirche angeschaut, einige Tempel, war im Botanischen Garten, auf Sentosa Island und natürlich an der Harbour Front. All das eben genannte war kostenlos.
Sentosa Island fand ich ziemlich enttäuschend, die Eintritte zu den Attraktionen sind sehr teuer (z.B. Universal Studios über 50€), das wollte ich nicht ausgeben. So bin ich nur ein bisschen auf der Insel herumgelaufen und war kurz am Strand, bevor mich ein heftiger Regenschauer verjagt hat.


Die Harbour Front hat mir persönlich am Besten gefallen. Ich bin einmal fast komplett außenrum gelaufen, war beim Merlion, einem wasserspeienden Löwen mit Fischschwanz und Wahrzeichen Singapurs, der Esplanade, wo jeden Abend tolle kostenlose Konzerte auf einer Bühne direkt am Wasser stattgefunden haben, und natürlich beim Marina Bay Sands. Dort kann man ein bisschen herumschlendern, ich war in der unterirdischen Shoppingpassage, dort reiht sich Luxusboutique an Luxusboutique. Auch durch die Eingangshalle des Hotels kann man mal durchlaufen. Und natürlich in die Gardens by the Bay hinter dem Marina Bay Sands. Das Areal ist riesig, man kann hier locker einen ganzen Tag verbringen. Besonders beeindruckt haben mich die Supertrees, künstliche Bäume, auf denen horizontale Gärten angelegt sind. Abends sind sie spektakulär beleuchtet.
Das Herumlaufen kostet keinen Eintritt, ich habe aber eine kleine Führung mit einem Bähnchen gemacht, weil mir meine Füße so weh getan haben, die hat ca. 5€ gekostet.
Das einzige, was Eintritt kostet, sind die beiden Observatories, die riesigen Gewächshäuser. Der Eintritt kostet für beide zusammen ca. 23€. Das ist viel Geld, lohnt sich aber auf alle Fälle! Im „Flower Dome“ sind Pflanzen des trockenen Klimas zu sehen, Australien, die Mittelmeerregion und auch die Wüste sind vertreten. Mein Highlight ist der „Cloud Forest“, ein riesiger Berg, an dem Blumen und Pflanzen des feuchten Klimas wachsen und der den höchsten Indoor-Wasserfall der Welt beherbergt. Wirklich beeindruckend!
Jeden Abend gibt es mehrere Feuerwerke zu bestaunen. Eines am Marina Bay Sands, das kann man entweder direkt vom Hotel aus anschauen mit Blick auf die Stadt, oder man stellt sich in die Nähe des Merlion, dann sieht man es gegenüber, das habe ich gemacht und fand es super! Das andere Feuerwerk ist bei den Supertrees im Gardens by the Bay, das kann man entweder direkt bei den Supertrees anschauen oder von der Brücke bei der U-Bahn-Haltestelle aus. Ich habe beides gemacht und fand beides sehr schön.

Ausgehen

Ich bin jetzt nicht der Experte, wenn es ums Ausgehen geht, aber ich wollte unbedingt in eine Bar, von der man einen Blick auf Singapur von oben hat. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Mittwochs ist in der Bar Ku-De-Ta im 57. Stock des Marina Bay Sands Ladies Night, Mädels haben freien Eintritt und bekommen einen Drink gratis. Männer zahlen ca. 17€. Überhaupt ist Alkohol hier extrem teuer, für einen Cocktail kann man schon mal 30 – 50 SGD zahlen, also bis zu 30€. Der Blick von dort oben auf die Marina Bay und die umliegenden Hochhäuser ist einfach atemberaubend! Wichtig: man muss ordentlich gekleidet sein, das bedeutet lange Hose und geschlossene Schuhe für Männer und Schuhe mit mindestens Riemchen für Frauen, also Flipflops sind tabu, aber solange ihr ein Riemchen um die Ferse habt, dürft ihr Sandalen anziehen. Die Türsteher achten sehr genau auf die Kleiderordnung.
Ich war selbst nicht da, habe aber viel gutes darüber gehört und würde nächstes Mal wohl eher dahin gehen: das 1-Altitude inmitten des Finanzdistrikts. Man hat von dort einen genauso tollen Blick auf die Marina Bay, ABER sieht das Marina Bay Sands auch, evtl. sogar inklusive des Feuerwerks. Gehe auf jeden Fall abends hin. Auch hier ist Mittwochs Ladies Night und du sparst dir den teuren Eintritt.

Fazit

Die Stadt hat mich echt beeindruckt! Es ist zwar alles sehr teuer hier, aber man kann günstige Hostels und günstiges Essen finden, wenn man will. Und es werden viele Sachen kostenlos angeboten, wie die Konzerte, Eintritte in Bars an manchen Tagen und auch die Gardens by the Bay sind bis auf die Observatories komplett kostenlos. Ich liebe die Stadt!

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