Plastic Free July – meine Challenge zur Müllvermeidung Teil 1

Wie ich dazu kam

Plastic Free July – ein Thema, über das ich auf dem australischen Blog von Lindsay über Zero Waste gestoßen bin. Sie hat vor 4 Jahren das erste Mal mitgemacht und schon mehrmals darüber geschrieben. Am Anfang fand ich das zwar ganz interessant, aber nicht speziell wichtig für mich. Irgendwann aber reifte dann bei mir der Gedanke heran, dass ich da auch mitmachen könnte.

Die Vorarbeit

Moralisch unterstützt wurde ich bei der Entscheidung, tatsächlich teilzunehmen, von meinem Coworking Space, dem Impact Hub. Die machen nach einer Idee von mir nämlich auch mit. Und dann konnte ich ja schlecht sagen, ich mach da nicht mit… Aber dazu kommt dann nochmal ein eigener Artikel.

Die erste Woche

Da ich ja schon länger versuche, Müll wo es geht zu vermeiden, dachte ich, das würde ein „Walk in the Park“, also total einfach. Pustekuchen. Schon am ersten Tag stieß ich auf die ersten Hindernisse. Mittags klappte es noch gut, weil ich mir eine Avocado im Supermarkt kaufte, die nicht mal nen Aufkleber hatte und ein paar Brötchen im Coworking Space übrig waren. Aber am Abend wollte ich gerne vegane Spaghetti Bolognese kochen, und den Tofu gibt es meines Wissens nur in Plastik (falls jemand einen Tipp für München hat, bitte gerne in die Kommentare!). Nudeln hatte ich noch aus dem Ohne-Laden, Tomaten gibt es im Bioladen unverpackt. So fiel also nur Plastik für den Tofu an, aber das ärgerte mich schon.

Alle anderen Dinge fürs Wochenende bekam ich plastikfrei. Brot im mitgebrachten Jutebeutel, Gemüse und Obst lose im Biomarkt.

Fürs Mittagessen am Montag hatte ich dann Reste in meiner Eco Brotbox dabei: Nudeln mit Tofubolognese und Gemüse.

Am Dienstag machte ich dann wieder einen größeren Einkauf im Ohne-Laden, sodass ich nun wieder Nudeln, Nüsse, Apfelessig und anderes ohne Plastik zu Hause hatte. Das Pesto fürs Mittagessen war im Glas, also auch ohne Plastik. Abends war ich im Biergarten und dort gab es richtiges Geschirr und Besteck, und ich benutzte meine mitgebrachte Stoffserviette.

Fürs Fußballschauen am Donnerstag gab es veganes Schokomousse, dafür musste ich Seidentofu und Zartbitterkouvertüre kaufen. Beides gibt es leider nur in Plastik. Auch die Seitanwürstchen bekam ich nur in Plastik eingeschweißt.

Der Freitag verlief dann wieder plastikfrei.

Mein Fazit nach der ersten Woche Plastic Free July

Es ist doch nicht so einfach wie gedacht. Ich kaufe noch öfter Plastik als ich es gerne tun würde. Das liegt daran, dass ich mir den Genuss nicht verderben lassen will und es manche Lebensmittel eben nur in Plastik gibt. Aber: jede eingesparte Plastiktüte ist es schon wert und deswegen mache ich natürlich weiter!

Plastikliste Woche 1

  • 2x Pflanzenmilch im Tetrapak
  • 2x Kuvertüre
  • 2x Seidentofu
  • 1x Pinienkerne
  • 1x Umwicklung für einen Topf Basilikum
  • 2x Tofu

Muell erste Woche Plastic Free July

Für die zweite Woche habe ich mir noch eine kleine Challenge zusätzlich für mich ausgedacht: ich möchte Mandelmilch selbst herstellen.

Die zweite Woche

Am Samstag fahre ich einkaufen zur Plastikfreien Zone und zum Ohne-Laden. Danach ist wieder alles plastikfrei aufgefüllt, was ich brauche. Ich habe mir auch einen „Ohrkratzer“ aus Holz gekauft, der als Ersatz für die Wattestäbchen dienen soll und den ich jetzt mal ausprobieren werde.

Es fallen noch 2 Plastiktüten an, weil ich wieder etwas aufgebraucht bzw. aussortiert habe. Das wird aber natürlich nicht mit Plastik ersetzt. Alle Mahlzeiten des Wochenendes kann ich plastikfrei zubereiten. Außerdem stelle ich Mandelmilch selbst her, was wirklich super einfach ist und total lecker schmeckt! Schon wieder ein Tetrapak gespart…

Auch am Montag fällt bei mir kein Plastik an. Genauso wenig wie am Dienstag, ich esse immer noch Dinge, die ich am Wochenende gekauft habe. Mittwoch fällt ein Tetrapak mit Pflanzenmilch an, am Donnerstag esse ich im Restaurant und am Freitag gibt es zu Hause Kartoffelpuffer mit Apfelmus. Das Mus kommt aus dem Glas.

Allerdings fallen bei mir immer noch regelmäßig Plastikverpackungen an, die aus meinem alten Leben stammen. Von Dingen, die ich jetzt aufgebracht habe. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich die zählen soll oder muss. Ich kaufe dann kein Plastik nach, aber es ist ja trotzdem jetzt im Müll gelandet. Das bringt mich zu einer Grundsatzfrage: zählt das Plastik, das in meine Wohnung rein kommt oder das, was aus der Wohnung raus geht? Ich bin unschlüssig… Auf der Webseite zum Plastic Free July finde ich dann die Antwort: es zählen die Dinge, die man neu kauft. Gut, dann weiß ich da jetzt Bescheid…

Fazit zweite Woche Plastic Free July

Neues Plastik kommt bei mir tatsächlich nicht mehr viel vor. Die Milchkartons habe ich diese Woche reduziert, indem ich Pflanzenmilch selbst gemacht habe. Allerdings gab es noch was aufzubrauchen.

Plastikliste Woche 2

  • 2x Pflanzenmilch im Tetrapak
  • 1 Plastikverpackung vom Backpulver
  • 1 Deckel eines Salzbehälters aus Alu
  • 1 Verpackung getrocknetes Basilikum

Muell zweite Woche Plastic Free July

Wie es weiter geht, erfährst du in diesem Artikel zum Plastic Free July. Unbedingt reinschauen!

Hast du Fragen? Dann rein damit in die Kommentare!

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2 Replies to “Plastic Free July – meine Challenge zur Müllvermeidung Teil 1”

  1. Anne

    Hej. Bin grad eben erst auf Deinen Blig gestoßen, habe aber eine Idee bzgl des „Tofu in Plastik“-Problems: in „meinem“ denn’s Bio-Supermarkt gibt es bei den Gemüse- und Obstkonserven seit einer Weile Tofu im Glas. (Mir fällt grad nur die Marke nicht mehr ein :-/ …. ein toller Mitarbeiter bin ich ^^).
    Vielleicht hast Du einen denn’s oder anderen großen Bio-Supermarkt in der Nähe?
    Liebe Grüße, Anne

    • Daniela Autor dieses Beitrags:

      Hallo Anne,
      danke für den Tipp! 🙂
      Da muss ich mal schauen, ob es einen denn’s bei mir in der Nähe gibt…

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