Minimalismus: 20 Dinge, die ich nicht habe

Wir wollen immer mehr, mehr, mehr. Unsere Gesellschaft ist darauf ausgelegt, dass wir uns das vierzigste Paar Schuhe kaufen oder die zehnte Blue Jeans (ich spreche da aus Erfahrung…).

Es geht aber auch anders. Seit ich Minimalistin geworden bin, überlege ich genau: brauche ich das wirklich oder ist das der Gruppenzwang? Will ich das haben, weil andere das auch haben? Ich finde es immer wieder interessant, mir selbst zuzuhören, wenn ich darüber nachdenke.

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Deswegen habe ich jetzt mal zusammen geschrieben, was ich alles NICHT mehr habe (oder noch nie hatte). Was ich los geworden bin. Um was ich mich nicht mehr kümmern muss. Was mich so viel freier gemacht hat.

  1. TV: ich hatte noch eine ganz alte Röhre, die nach ca. 15 Jahren kurz vor meiner Weltreise ihren Geist aufgegeben hat. Als hätte sie es gewusst… Ich hab das alte Ding dann total glücklich zum Wertstoffhof gefahren. Denn ich wusste,  dass das der letzte Fernseher in meiner Wohnung gewesen war.
  2. DVD-Spieler (oder Xbox etc.): ich hatte früher einen DVD-Spieler, aber der machte ohne TV ja keinen Sinn mehr, genauso wie der Videorekorder, den ich mal besessen habe. Xbox etc. hatte ich eh nie.
  3. Auto: ich habe mein Auto, einen VW Polo Baujahr 2000, vor ein paar Monaten verkauft. Er hatte inzwischen so viele Macken, dass es langsam teuer wurde. Außerdem war der Tiefgaragenstellplatz einfach nur Wucher (115 Euro im Monat). Ich war so erleichtert, als ich das endlich alles hinter mir hatte!
  4. Flüssigshampoo: brauch ich nicht mehr. Ich habe jetzt festes Shampoo, das sehr lange reicht, wenig Platz in meinem Gepäck wegnimmt und auch noch vegan und generell umweltfreundlicher ist als Flüssigshampoo.
  5. Duschgel: ähnlich wie beim Shampoo. Ich nehme nun wieder die „good old“ stinknormale Seife.
  6. Haarspülung: aus drei mach eins. Den Apfelessig kann ich sowohl für die Haare als auch in der Küche als auch zum Putzen verwenden.
  7. Wattepads: Ich habe jetzt waschbare Miniwaschlappen.
  8. 2 Wochen Urlaub ;-): kleiner Scherz am Rande… Als Selbstständiger hab ich zwar keine festen Urlaubstage mehr, aber als Digitaler Nomade kann ich mich über meine Arbeitsplätze auch nicht beschweren…breakfast-1001382_640
  9. Waschmittel: mixe ich selbst aus Waschsoda, Kernseife und Wasser.
  10. Spülmittel: dito. Hier sind die Zutaten Zitronensäure, Soda, Natron und grobes Meersalz.
  11. Fleisch: ich ernähre mich seit 5 Monaten vegan. Das reduziert die Diskussion um Vogelgrippe, Rinderwahnsinn und ob die Tiere auf dem Biobauernhof wirklich besser behandelt werden.
  12. Milchprodukte und Eier: ich hatte früher keine Ahnung, dass die meisten männlichen Küken gleich nach ihrer Geburt geschreddert werden oder dass die Kühe ja nur dann Milch geben, wenn sie auch regelmäßig Kälber kriegen. Diese werden ihnen aber sofort weggenommen, und sie schreien meist noch wochenlang nach ihnen.
  13. iPad: ich hatte ein iPad auf meiner Reise dabei und habe das große Display im Gegensatz zum iPhone auch total genossen. Seit ich aber meinen Mac habe, habe ich das geliehene iPad wieder zurück gegeben, weil mir das iPhone und der Mac, also zwei Screens, völlig ausreichen.
  14. Papiertaschentücher: dazu gibt es diesen Artikel. Ich verwende nur noch Stofftaschentücher, wie schon mein Opa und mein Papa früher.
  15. Stereoanlage: gut, die werden wahrscheinlich die meisten heutzutage nicht mehr zu Hause haben, ich höre meine komplette Musik über Spotify und mein iPhone oder meinen Mac, da brauche ich nicht noch ein Gerät, das rumsteht und Staub fängt.
  16. CDs: klar, die sind absolut nicht mehr zeitgemäß. Wenn ich bedenke, wieviel Platz die früher verbraucht haben. Und sie waren immer staubig. Spotify staubt glücklicherweise nie ein…
  17. Brotschneidemaschine: ich dachte früher immer, die wäre unersetzlich. Jetzt schneide ich mein Brot mit der Hand (also nicht nur, ein Messer kommt schon auch noch zum Einsatz). Das spart Strom, Platz auf der Küchentheke und kann auch mal zum Workout werden.
  18. Mikrowelle: ich hatte noch nie eine. Da gehe ich ganz nach meiner Mama, die immer sagte, dass das Essen da drin totgekocht wird.
  19. Drucker: ich hatte früher einen, hab ihn aber selten gebraucht. Nachdem ich jetzt nicht mehr fest angestellt bin, gehe ich entweder in den Copy Shop oder drucke im Coworking Space, da sind die Druckerkosten in der monatlichen Miete enthalten.
  20. Wäschetrockner: hatte ich noch nie. Ich wüsste auch nicht, wo ich den hinstellen soll. Außerdem trocknet meine Kleidung auf einem Wäscheständer in meiner Wohnung einwandfrei. Und das stromsparend und lufterfrischend.

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Anregungen geben, welche Dinge DU nicht mehr brauchen könntest. Falls ja, schreib mir gerne einen Kommentar unter den Artikel.

In einem meiner letzten Artikel kannst du nachlesen, welche 10 Dinge ich mir trotz Minimalismus im letzten halben Jahr gekauft habe und warum.

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2 Replies to “Minimalismus: 20 Dinge, die ich nicht habe”

  1. Luisa

    Erst einmal – toller Blog! Habe ihn gerade entdeckt:) Genau die Themen, mit denen ich mich gerne beschäftige, Reisen, Zero Waste und Minimalismus (besonders, wenn ich mich von meiner Masterarbeit ablenke;)).
    Direkt eine Frage – was für Miniwaschlappen verwendest du?
    Ich habe auf einer amerikanischen Seite mal irgendwann waschbare Wattepads aus Stoff gesehen, aber hier bis jetzt nichts in der Art gefunden. Eigentlich könnte man die ja auch selbst machen, vielleicht wäre das eine Idee:)

    • Daniela Autor dieses Beitrags:

      Hallo Luisa, ich habe gerade einen Blogartikel zu diesem Thema veröffentlicht. Schau mal hier: 🙂

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