Hausmittel Kokosöl, Natron und Xylit: wie du sie anwendest

Mein neuer Lifestyle hat so einiges an Veränderungen mitgebracht. Dazu gehören andere Läden zum Lebensmittel einkaufen, so gut wie gar keine Läden oder Onlineshops mehr zum Klamotten einkaufen oder auch die immerwährende Suche nach neuen Ideen für mehr Minimalismus, Zero Waste oder die vegane Ernährung. Das alles macht mir unheimlich Spaß und erfüllt mich. Weil es einerseits mir hilft, dass ich gesünder und nachhaltiger lebe, und andererseits weiß ich, dass es auch anderen und der Natur hilft. Win-Win-Win, sozusagen.

Auf meinem Weg habe ich bisher verschiedene Hausmittel entdeckt, die wahnsinnig vielseitig eingesetzt werden können. Ich war echt total überrascht. So kann ich jetzt einige Sachen in der Küche UND im Badezimmer einsetzen. Ich spare damit Müll, Verpackungen, Platz in meiner Bude, und gesünder ist es auch noch. Und wenn du jetzt sagst, dass du dafür keine Zeit hast: probier es erst mal aus, du wirst überrascht sein, wie schnell die meisten Dinge herzustellen sind.

Und so möchte ich dir in zwei Teilen meine wichtigsten Helferlein vorstellen. In Teil 1 geht es heute um Kokosöl, Natron und Xylit.

  1. Kokosöl


    Kokosöl

    Ganz vorne mit dabei: das Kokosöl. Beim ersten Kauf habe ich noch ein kleines Glas von 220 ml zum Probieren genommen. Nach dem Motto: wer weiß, ob ich das überhaupt brauche. Beim zweiten Einkauf vor kurzem kam jetzt das große 950 ml Glas in den Einkaufskorb. Weil ich inzwischen total begeistert bin. Weil ich gemerkt habe, wie vielseitig Kokosöl tatsächlich ist. Ich verwende es inzwischen für die folgenden Dinge:

    • Zum Braten und Backen
    • Zum Zähneputzen
    • Für meine Haut. Ich tupfe es auf meine Akne und durch die antibakterielle Wirkung hilft es (trotz des Fetts).
    • Zum Ölziehen. Dabei nimmt man einen Esslöffel Kokosöl in den Mund und zieht das Öl für 10-20 Minuten durch die Zähne. Das kommt aus dem Ayurveda-Bereich und soll Giftstoffe aus dem Körper ziehen.
    • Als Bodylotion. Wenn ich trockene Haut habe, verwende ich das Kokosöl, um mich damit nach dem Duschen einzureiben.
    • Auch als Augenmakeupentferner funktioniert Kokosöl einwandfrei.
    • Für meine Haare: gerade war ich am Strand und das Meerwasser und die Sonne trocknen die Haare immer ziemlich aus. Eine Kur mit Kokosöl über Nacht wirkt da immer Wunder.

    Es gibt noch 1000 weitere Anwendungsbereiche für Kokosöl (einige Stichworte: Demenz, Abnehmen, Sonnenbrand, Falten). Eine gute Webseite mit weiterführenden Infos ist kokosoel.info.

     

  2. Natron

    Natron

    Natron ist auch bekannt als Natriumbicarbonat, Backsoda oder Kaiser Natron. Backpulver und Natron sind ähnlich, aber nicht das selbe, dem Backpulver sind nämlich noch ein paar Stoffe zugesetzt. Man kann Natron für folgende Dinge verwenden:

    • Zum Backen (unter Zugabe von einem Säuerungsmittel wie Zitronensäure, verschiedene Rezepte findest du hier)
    • Als Deo. Das habe ich selbst noch nicht ausprobiert, weil ich erst mein Deo aufbrauchen möchte. Aber ich habe schon sehr viel positives darüber im Netz gelesen. Du trägst es entweder direkt auf die angefeuchtete Haut unter den Achseln auf oder stellst dir dein eigenes flüssiges Deo-Roll-On ganz einfach selbst her (Zutaten: Wasser, Natron, Speisestärke und nach Wunsch noch ein ätherisches Öl. Simpel!)
    • Zum Zähneputzen. Natron hat eine aufhellende Wirkung. In den USA putzen sich Leute mit reinem Natron die Zähne, hier in Deutschland wird empfohlen, das nicht zu machen, weil die hohe Konzentration den Zahnschmelz angreifen kann. Ich nutze es verdünnt in meiner selbstgemachten Zahnpasta.
    • Als Badezusatz. Das habe ich selbst schon oft gemacht. Man lässt das Natron einfach in das Badewasser rieseln. Dadurch bekommt das Bad einen basischen PH-Wert und entgiftet somit den Körper ganz natürlich. Und die Haut fühlt sich danach super schön weich an.
    • Als Reiniger: ich habe es gerade in meinem Spülmaschinenreiniger im Einsatz, aber mit Soda, Essig, Zitronensäure (in Pulverform) und Natron kannst du dir fast alle Reiniger selbst herstellen. Das ist nicht nur viel günstiger, als tausende von Spezialreinigern zu kaufen, sondern auch noch viel besser für deine Gesundheit und die Umwelt, denn die Spezialreiniger sind meist viel zu hoch dosiert, damit sie in jeder Lebenslage Erfolg haben.
    • Als Weichspüler für die Waschmaschine
    • Als Wasserenthärter für die Waschmaschine
    • Für den verstopften Abfluss: dafür streust du 2 Esslöffel Natron in den Abfluss und gießt eine halbe Tasse Essig hinterher. Warte, bis die Reaktion nachlässt und spüle dann mit Wasser nach. Funktioniert super!

    Für noch mehr Tipps kannst du auf dieser tollen Webseite vorbei schauen.

  3. Xylit

    Zucker Xylit

    Quelle: https://www.flickr.com/photos/nillanilzon/25482907745/

    Xylit sieht genauso aus wie Haushaltszucker und hat auch sehr ähnliche Süßungseigenschaften. Aber das coole an Xylit ist vor allem, dass es total gesund für die Zähne ist. Es fördert die Speichelbildung, was wiederum dazu führt, dass sich mehr Calciumphosphat im Mund bildet. Das härtet den Zahnschmelz. Außerdem wird der PH-Wert durch den stärkeren Speichelfluss erhöht, er wird also basischer, was für die Bakterien ungünstig ist. Sie können nur im sauren Milieu Plaque bilden. Nähere Infos findest du hier oder hier.

In Teil 2 geht es um einige weitere Hausmittelchen, die ich regelmäßig bei mir im Einsatz habe und ich erzähle dir, wie ich sie einsetze: Essig, Zitronensäure, Soda und Kernseife.

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