Mein Geheimnis für weniger Müll im Bad

Ich habe jahrelang Wattepads verwendet – wie wahrscheinlich 95% der Frauen. Genauso wie Tampons und Slipeinlagen. Jetzt ist alles anders.

Routine

Wattepads sind super praktisch fürs Abschminken. Einfach Gesichtswasser, Augenmakeup-Entferner oder ein Abschminkgel drauf, und schon geht es los. Sie nehmen dabei die gesamte Schminke auf und danach wirft man sie in den Mülleimer. Diese Routine habe ich auch nie überdacht oder in Frage gestellt. Warum auch? Das. macht. man. halt. so!

Bis ich anfing, mich mit Zero Waste zu beschäftigen. Auf einmal las ich von Leuten, die viele Dinge, die ich vorher als „normal“ angesehen hatte, anders machten. Erstmal war da natürlich eine gewisse Resistenz: ich hab das schon immer so gemacht, warum sollte ich das ändern? Es war ja so schön einfach, wie ich es gerade machte, ich musste gar nicht darüber nachdenken.

Aber je mehr ich über Zero Waste las, desto mehr kam ich ins Grübeln. Und desto mehr wurde auch meine Neugierde geweckt. Ich probiere total gern neue Dinge aus. Und so auch die Sache mit den Wattepads. Ich habe meine Baumwollwattepads (die, die vermutlich jede im Badschrank hat) inzwischen aufgebraucht und nehme jetzt Wattepads aus Stoffresten, die ich nach dem Gebrauch einfach in der Waschmaschine mitwasche.

Die Nähsession

Ich hatte bei meinem großen Aussortieren nach meiner Weltreise ganz viele Handtücher aussortiert, die zum Wegwerfen aber viel zu schade waren. Und so schnitt ich drei auseinander, in kleine Quadrate, und meine Mutter half mir dann dabei, sie nochmal am Rand mit der Nähmaschine zu umsäumen, damit sie nicht komplett ausfransen. Von diesen Wattepads habe ich jetzt 10 Stück und das reicht völlig aus, denn sie sind viel größer als ein normales Wattepad, sodass ich sie mehrmals verwende, bevor ich sie in die Waschmaschine werfe.

Wattepads aus Stoff

Man nehme: mehrere alte Handtücher…

Wattepads aus Stoff

… schneide sie auseinander in kleine Quadrate…

Wattepads aus Stoff

… und nähe einmal mit der Nähmaschine drum rum. Fertig sind die Wattepads!

Ich frage mich oft: warum haben wir nur alles vergessen, was unsere Großmütter einmal gemacht haben? Sie haben doch auch Waschlappen zum Reinigen des Gesichts verwendet. Genau wie bei den Taschentüchern gehe ich nun bei vielen Dingen zurück in die Ära meiner Oma.

Hast du noch andere Tipps für weniger Müll im Bad? Dann freue ich mich über deinen Kommentar, denn ich bin immer offen dafür, noch mehr Müll zu vermeiden.

Mini-Guide Reisen und Zero WasteHol dir meinen kostenlosen Mini-Guide "Die 9 ultimativen Tipps für Zero Waste auf Reisen" und regelmäßige Tipps zum Reisen und für mehr Nachhaltigkeit im Alltag in dein Postfach!

7 Replies to “Mein Geheimnis für weniger Müll im Bad”

  1. Pingback: Du willst paddeln – das solltest du nicht vergessen! ⋆ FlipFlopWetter.de

  2. Pingback: Die ultimative Packliste für deine Weltreise ⋆ FlipFlopWetter.de

  3. Pingback: Dit is Berlin - wie du für einen Städtetrip packst ⋆ FlipFlopWetter.de

  4. Pingback: Die ultimative Packliste für deine Weltreise (Handgepäck) ⋆ FlipFlopWetter.de

  5. Kirsten

    Super Idee. Und dermaßen simpel! Manchmal kann man sich echt nur wundern, dass nicht wirklich JEDER auf diese einfachen Dinge kommt – und sie dann natürlich auch umsetzt. Suche gleich mal alte Handtücher raus!

    • Daniela Autor dieses Beitrags:

      Hallo Kirsten! Ja, da hast du Recht. Ich finde es auch total schade, dass viele Dinge, die für unsere Großmütter ganz normal waren (z.B. Stofftaschentücher oder Messbecher aus Glas oder Edelstahl), in Vergessenheit geraten sind. Ich hoffe, wir können die plastik- und müllfreien Alternativen wieder aufleben lassen! 🙂

  6. Pingback: Plastic Free July - mach mit! - Deutschland is(s)t vegan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.